Passen neue Glastüren in eine vorhandene Zarge?

Glastüren sind im Wohnbereich besonders beliebt und fungieren nicht nur als Raumteiler, sondern ebenso als Gestaltungselement. Es gibt sie in zahlreichen Variationen mit und ohne Muster, klar oder sandgestrahlt, sodass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Je detaillierter und ausgefallener, desto höher fällt natürlich der Preis für das neue Türblatt aus. Spart man jedoch an den richtigen Stellen, steht auch einer hochwertigeren Glastür nichts im Wege. Im Gegensatz zu Türblättern sieht man Zargen ihr Alter oft gar nicht an, da diese selten Beschädigungen vom täglichen Gebrauch davontragen. Aus diesem Grund wird oft mit dem Gedanken gespielt, die alten Türzargen beizubehalten und nur die Türblätter selbst zu tauschen. Der Geldbeutel wird geschont und auch die Umwelt freut sich, wenn funktionstüchtige Materialien weiterhin genutzt werden. Bevor Sie sich jedoch für ein neues Türblatt entscheiden, müssen einige Faktoren beachtet werden. Mit unserer Schritt-für-Schritt Anleitung erfahren Sie, welche Faktoren beachtet werden müssen und wie Sie die perfekte Glastüre für die vorhandene Zarge finden.

Sie haben noch gut erhaltene Stahlzargen und möchten diese durch neue Türblätter aufbessern? Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung und erfahren worauf Sie achten müssen.

Greifen Sie nach dem Zollstock

Bevor Sie sich Ihr neues Türblatt aussuchen, sollten Sie zunächst prüfen, ob das Zargenmaß der Norm entspricht. Hierzu nehmen Sie ganz einfach den Zollstock zur Hand und messen die sogenannten Falzmaße aus. Das Falzmaß bezeichnet in der Breite den Abstand zwischen den Innenkanten der Falzbekleidung und gibt somit an welche Breite das Türblatt haben muss. In der Höhe bezeichnet es den Abstand von der Unterkante der Falzbekleidung bis zur Oberkante des Bodenbelags. Das Falzmaß definiert also die Größe der Öffnung, in die die neue Glastür eingebaut wird.

Wenn Sie Glück haben, entspricht das Zargenmaß der Norm und Sie können sich problemlos Ihr Traum-Türblatt aussuchen. Keine Sorge: Auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist das perfekte Türblatt trotzdem in erreichbarer Nähe – jedoch über ein paar Umwege.

Türblätter aus Holz können ohne weiteres verkürzt und somit an die vorhandene Zarge angepasst werden. Bei Glastüren gestaltet sich dies jedoch um einiges schwieriger, da Glas nicht ohne weiteres vor Ort gekürzt werden kann. Allerdings können die meisten Türen bei Bedarf in Sondermaßen angefertigt werden, dies ist viel kostengünstiger als man zunächst annimmt und zudem immer noch billiger, als neben dem Türblatt zusätzlich eine neue Zarge zu kaufen und zu montieren. Zumindest dann, wenn aktuell eine Stahlzarge verbaut ist.

Unser Tipp: Halten Sie sich schon beim Bau an die Normgröße

Für all diejenigen, die gerade mitten im Hausbau stecken, dies in Zukunft vorhaben oder eine grundlegende Renovierung planen: Achten Sie schon während dem Bau darauf, dass die Türöffnungen den gängigen Normgrößen entsprechen. Individuelle Anfertigungen und Sondermaßnahmen sind so nicht nötig, außerdem werden Geld, Zeit und Aufwand von Anfang an gespart.

Prüfen Sie während des Baus also unbedingt die Türöffnungen, auch wenn sie erfahrene Handwerker engagiert haben. Denn: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Achten Sie auf die Maße im Rohbau und berücksichtigen Sie den Bodenaufbau.

Die Türbänder: Studio oder Office Bohrung?

Ob die Glastür mit der vorhandenen Zarge kompatibel ist, wird ebenfalls von den Türbändern der Zarge beeinflusst. Als Türbänder werden die seitlichen Beschläge an der Zarge selbst bezeichnet, in die das Türblatt bei der Montage eingehängt wird. Ausschlaggebend ist die Position der Türbänder. ­Falls diese nicht mit dem Türblatt kompatibel sind, werden die Bänder an der Zarge durch neue ersetzt und so positioniert, dass das neue Türblatt problemlos eingesetzt werden kann. Je nach Zarge und Bandposition ist das einfacher oder schwieriger.

Für Glastüren gibt es verschiedene Bohrungen, welche auf das Beschlagssystem angepasst werden müssen. Diese Bohrungen beschreiben die Aussparungen im Glas des Türblattes, um die Beschläge anzubringen. Die Bohrung muss von vorneherein festgelegt werden, da Glas nicht an der Baustelle gebohrt werdne kann. Die Bohrungen für die Bänder können beim Kauf passend auf die eingebaute Zarge abgestimmt werden, sodass hier kein Problem entsteht und keine Nacharbeiten nötig werden.

Man unterscheidet zwischen der Studio und der Office Bohrung. Die Studio Bohrung ist zweiteilig, wird waagerecht übereinander montiert und profitiert daher von einer vergleichsweise „schlanken“ Bauweise. Aus diesem Grund ist diese Art der Bohrung besonders in Wohnbereichen sehr beliebt. Das Türblatt wird in dem Fall wie eine normale Zimmertür von oben in das Band der Zarge eingehängt.

Die Office Bohrung ist für dreiteilige Bänder gedacht und die Löcher sind senkrecht übereinander angeordnet. Office Bohrungen an der Bandseite entlasten aufgrund ihrer Bauweise die Zargen und verhindern somit, dass sich die Glastür nach einiger Zeit absenkt, was vor allem bei minderwertigen Zargen passieren kann. Bei hochwertigen Türzargen besteht diese Gefahr im Normalfall nicht.

Alte und neue Türbänder

Alte Türbänder sind oft sehr lang und haben entsprechend einen langen Dorn. Heute sind Bänder und Dorn der Zarge um einiges kürzer und dementsprechend werden die Türblätter passend hergestellt. Werden neue Türblätter in alte Zargen eingebaut, müssen die alten Dorne bei der Montage also ggf. werden, sodass diese in die Vorrichtung am Türblatt passen.

Damit die Tür ihrer Aufgabe gerecht wird

Eine optimale Funktionsleistung der Zimmertür ist dann gewährleistet, wenn diese sich problemlos und ohne zu klemmen schließt. Damit die Falle der Tür beim Schließen in das Schließblech der Türzarge greift, muss vorher die Position des Schlosses in der Türzarge gemessen werden, sodass sich Türblatt und Zarge ideal ergänzen. Entsprechen die Komponenten der Standardgröße stellt dies keinerlei Problem dar. Ergänzen sich die Schließvorrichtungen von Türblatt und Zarge nicht, kann die Bohrung für die Schlossposition passend für die Zarge bestellt werden.

Alles überprüft?

Sie haben alle Punkte dieser Schritt-für-Schritt Anleitung befolgt und wissen nun, ob ein genormtes Türblatt in die Zarge passt oder ob eine Sonderanfertigung nötig ist. In der Theorie sollte die Montage nun reibungslos verlaufen. Haben Sie jedoch noch keine Erfahrungen mit dem Einbau neuer Türblätter gesammelt, sollten Sie unbedingt davon absehen, die Montage selbst in die Hand zu nehmen.

Vor allem die Bearbeitung der Türzarge erfordert Fachwissen und einiges an Erfahrung, damit diese bei der Kürzung des Dorns oder dem Tausch der Türbänder nicht beschädigt wird. Im schlimmsten Fall wird die Zarge durch die eigene Bearbeitung sogar unbrauchbar und die Kosten steigen. Eine Glastür kann nicht gekürzt werden, wie das bei Holztüren möglich ist. Wenn die Glastür zu wenig "Luft" rundherum hat, kann es passieren, dass diese durch anstoßen bricht. Eine bestellte Glastür muss also passen! Das Geld für das Türblatt wäre also aus dem Fenster geschmissen und sollte stattdessen lieber für einen erfahrenen Handwerker ausgegeben werden.

Der Handwerker sorgt zudem für eine schnelle Montage ohne dass Sie einen Finger rühren müssen und die Tür funktioniert definitiv einwandfrei und erfüllt den vollen Funktionsumfang.

Ihre neue Glastür kann gar nicht schnell genug eingebaut sein?

Dann sind Sie bei montario genau richtig. Vor dem Einbau des neues Türblattes kümmern wir uns um eine fachgerechte Demontage, fertigen das neue Türblatt nach Ihren Wünschen an, prüfen alle wichtigen Faktoren und bearbeiten bei Bedarf Zarge und Türblatt so, dass alles perfekt zueinander passt. Wir bieten einen zuverlässigen Service und ein erstklassiges Handwerk. Überzeugen Sie sich einfach selbst und im Handumdrehen profitieren Sie von einer funktionstüchtigen neuen Glastür.